Katholische Jungschar zum Regierungsprogramm

Katholische Jungschar zum Regierungsprogramm: Kinderrechte ernst nehmen, konkrete Schritte setzen

Wien, 06.03.2025 - Die Katholische Jungschar Österreichs begrüßt das Bekenntnis der neuen Bundesregierung zur Bekämpfung der Kinderarmut, zur Stärkung der Kinderrechte und zur Absicherung der Bundesjugendförderung. Doch Ankündigungen allein reichen nicht aus. Wir als Katholische Jungschar erwarten uns entschlossene Maßnahmen und eine rasche Umsetzung. Der bereits in den letzten Jahren angetretene Weg, vor allem im Bereich Kinderrechte und Kinderschutz, muss weitergegangen werden.

Kindergrundsicherung: Taten müssen Worten folgen

Die geplante Einführung einer Kindergrundsicherung ist ein wichtiger erster Schritt im Kampf gegen Kinderarmut. Mit der Teuerung hat sich die Situation verschärft, fast jedes vierte Kind ist arm oder armutsgefährdet. Eine rasche und ambitionierte Umsetzung ist dringend notwendig. Entscheidend wird sein, dass die Kindergrundsicherung ausreichend dotiert und die Finanzierung langfristig gesichert ist, um ein starkes soziales Sicherheitsnetz für Kinder zu spannen. Sie sollte allen in Österreich lebenden Kindern, unabhängig von Familienform, Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zustehen. Jedes Kind hat das Recht auf soziale Sicherheit!

Kinderrechte: Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention lückenlos garantieren

Die Regierung verspricht ein strukturiertes Monitoring zur Umsetzung der UN-Kinderrechtekonvention und Maßnahmen für besonders benachteiligte Kinder, darunter Asylsuchende und Kinder mit Behinderungen​. Wir fordern, dass die angekündigten Maßnahmen nicht bloße Prüfaufträge bleiben, sondern rasch und wirksam umgesetzt werden.

Kinderschutz weiter stärken

Die Regierung plant digitale Kinderschutzmaßnahmen sowie bundesweite Kinderschutzworkshops. Es braucht weiterhin ein stetiges Engagement und Ressourcen für den Schutz von Kindern und jungen Menschen auf allen Ebenen.

Ökologische Kinderrechte: Klimaschutz ist Kinderschutz!

Die Klimakrise bedroht die Zukunft aller Kinder und jungen Menschen weltweit. Die Bundesregierung muss entschlossene Maßnahmen zum Klimaschutz setzen, um kommenden Generationen eine lebenswerte und gesunde Umwelt zu hinterlassen. Ökologische Kinderrechte müssen mit konkreten Gesetzen und Investitionen untermauert werden.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen

Die verstärkte Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse ist positiv​. Doch echte Partizipation bedeutet mehr als Dialogforen. Kinder und Jugendliche müssen aktiv mitgestalten können - in der Politik, in der Schule und in ihrer Lebenswelt. Ihre Anliegen und Bedürfnisse müssen in allen politischen Entscheidungsprozessen gehört und berücksichtigt werden.

Appell an die Bundesregierung: Kinderrechte endlich an die erste Stelle setzen!

Die Katholische Jungschar Österreichs fordert die neue Bundesregierung auf, konkrete Maßnahmen prioritär umzusetzen. “Wir sind zuversichtlich, dass mit den Maßnahmen im Regierungsprogramm Schritte gesetzt wurden und hoffen nun auf eine tatkräftige und mutige Umsetzung. Kinder sind keine Randgruppe - sie sind Gegenwart und Zukunft unseres Landes”, betont Martina Erlacher abschließend.